Zunahme der Priesterweihen in der griechisch-orthodoxen Kirche in Österreich

Metropolit Arsenios weihte Mönch des Klosters Maria Schutz zum Priester

0
115
Foto ©: Franz Johann Morgenbesser (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Wien, 26.09.19 (poi) Die griechisch-orthodoxe Metropolis von Austria verzeichnet eine Zunahme der geistlichen Berufungen und damit der Priesterweihen: Am 23. August weihte Metropolit Arsenios (Kardamakis) in der Dreifaltigkeitskathedrale in der Wiener Innenstadt Bartholomäus Ungureanu zum Priester. An der Göttlichen Liturgie nahmen viele Christen aus Ungureanus ursprünglicher Heimat Rumänien teil, unter ihnen Priester, Mönche und Äbte. Auch der Abt des Klosters Maria Schutz im burgenländischen St. Andrä (dem P. Ungureanu angehört),  Archimandrit Paisios Jung, war anwesend. Bereits tags zuvor hatte P. Ungureanu bei der Vesper in der Johannes Chrysostomos-Kapelle am Hafnersteig die Mönchsweihe empfangen. Metropolit Arsenios betonte dabei die Würde und Bedeutung des Mönchtums gerade „in diesen schwierigen Zeiten“.

In seiner Predigt bei der Priesterweihe unterstrich Metropolit Arsenios den Geschenkcharakter des Priestertums. Der christliche Priester sei zur „geistlichen Vaterschaft“ berufen – durch das Wort, die Verkündigung des Evangeliums, aber auch durch die Stille im Gebet, die Güte und die Barmherzigkeit. Insbesondere sei es seine Aufgabe, den „gekreuzigten und auferstandenen Christus in einer Welt zu verkünden, die allzu oft diese lebenspendende Wahrheit nicht mehr anzunehmen scheint“.

  1. Ungureanu war zum Studium nach Österreich gekommen. Hier kam er mit dem orthodoxen Kloster St. Andrä am Zicksee in Kontakt, wo er vor drei Jahren eintrat. Er wird vorerst seinen seelsorglichen Dienst weiterhin in Wien versehen.

Nach der Göttlichen Liturgie in der Dreifaltigkeitskathedrale legte der Metropolit dem Pfarrer der deutschsprachigen orthodoxen St. Johannes Chrysostomos-Gemeinde und Verantwortlichen für die Krankenhaus- und Gefangenenseelsorge der Metropolie, Nikolaus Rappert, die Hände auf und erhob ihn zum Erzpriester. Rappert wurde vor drei Jahren zum Priester geweiht.