Auch chaldäisch-katholisches Patriarchat lehnt Trumps Friedensplan für das Heilige Land ab

„Frage des unantastbaren Rechts“ – „Es gibt keine Lösung ohne direkte Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern“

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Foto: © Walter Mittelholzer (Quelle: Wikimedia; Lizenz: public domain/ United States public domain tag)

Bagdad, 03.02.20 (poi) Die Palästinenserfrage sei eine „Frage des unantastbaren Rechts“, da es um das Recht der Völker auf Kontrolle und Verwaltung ihres Landes geht. Mit dieser kurzen Äußerung legte jetzt das chaldäisch-katholische Patriarchat seine Kritik am „Friedensplan“ dar, den US-Präsident Donald Trump am 28. Jänner in Washington als „letzte Chance“ zur Beendigung des israelisch-palästinensischen Konflikts bezeichnet hatte. In der Erklärung des chaldäischen Patriarchat wird das „Recht auf Rückkehr“ palästinensischer Flüchtlinge in ihre Heimatregion betont und zugleich die Einseitigkeit des US-Vorschlags bedauert. „Es gibt keine Lösung ohne auf den Weg der Diplomatie zurückzukehren, durch direkte Verhandlungen zwischen den beiden beteiligten Parteien“, heißt es in der Erklärung aus Bagdad wörtlich. Solche Verhandlungen könnten zu einer Zwei-Staaten-Lösung führen; diese beiden Staaten müssten in der Lage sein, in Frieden, Sicherheit und Stabilität sowie in gegenseitiger Anerkennung ihrer jeweiligen Souveränität und Kontrolle ihrer Ressourcen zusammen zu leben.