„Summer Course“ von „Pro Oriente“ muss verschoben werden

Internationale Veranstaltung für den theologischen wissenschaftlichen Nachwuchs zum Thema „Liturgie & Ökumene“ wird im Juli 2021 im Kardinal König-Haus stattfinden

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Foto: © Thomas Ledl (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 11.05.20 (poi) Auf Grund der geltenden Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie muss der für 6. bis 9. Juli vorgesehene internationale „Summer Course“ von „Pro Oriente“ zum Thema „Liturgie & Ökumene“ auf das kommende Jahr verschoben werden. Der „Summer Course“ wird von 5. bis 8. Juli 2021 im Wiener Kardinal König-Haus stattfinden. Auch unter den derzeitigen Umständen bemüht sich „Pro Oriente“ weiter um Dialog und Verständigung, stellte „Pro Oriente“-Generalsekretär Bernd Mussinghoff im Zusammenhang mit der notwendig gewordenen Verschiebung des „Summer Course“ fest. Die tiefe Einheit in so vielen „wesentlichen Dimensionen unseres Menschseins und Glaubens“, die katholische mit orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Christinnen und Christen verbindet, solle „noch intensiver zum Leben und zum Leuchten gebracht“ werden. Das gemeinsame christliche Zeugnis sei derzeit besonders gefordert, „der Glaube kann vielen Menschen Stütze sein und Kraft geben“. „Pro Oriente“ fühle sich in großer Solidarität mit den orthodoxen und orientalischen Schwestern und Brüdern verbunden – „so bald wie möglich auch wieder mit konkreten Initiativen und Veranstaltungen“, stellte Mussinghoff fest: „So können wir auf bekannten, aber vielleicht auch neuen Wegen entdecken, was und wer uns gemeinsam trägt“.

Die Initiative „Summer Course“ wurde von „Pro Oriente“ 2015 gestartet; sie will das ökumenische Interesse und den fachlichen Dialog junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen theologischen (bzw. verwandten) Fachgebieten fördern und intensivieren. Der „Summer Course“ versteht sich als Angebot für Graduierte, die mindestens einen Bachelor-Abschluss haben und ein eigenes Forschungsprojekt vorweisen und präsentieren können. Das internationale Interesse an diesem Angebot hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Das Thema „Liturgie und Ökumene“ hat besondere Bedeutung, weil Liturgie jener Bereich ist, in dem Einheit der Kirchen und Trennungen zwischen ihnen am deutlichsten manifest werden. Liturgie steht für die Möglichkeiten ökumenischer Annäherung, aber auch ökumenischer Distanz. Beim „Summer Course“, der jetzt auf 2021 verschoben werden musste, geht es u.a. um „Liturgie als Legitimation bestehender Hierarchien und Inspirationsquelle für das ganze Volk Gottes“, um das Verhältnis von Liturgie und Ekklesiologie, um Liturgie als „Geschenk Gottes an die Menschheit“, um „Chancen und Stolpersteine für interkonfessionelle Gottesdienste“ und um das Verhältnis der Liturgie zu den Künsten.  Die Referentinnen und Referenten bei dem in englischer Sprache abgehaltenen „Summer Course“ – alles international renommierte Fachleute – kommen aus den USA, Deutschland und Österreich.