Bekanntgabe der Wahl des Generalvikars Archimandrit Ambrosius Koutsouridis zum Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland

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Foto: Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Brühl.

Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland gibt hocherfreut bekannt, dass die Heilige Synode des Ökumenischen Patriarchats in ihrer heutigen Sitzung Generalvikar Archimandrit Ambrosius Koutsouridis zum Vikarbischof gewählt und ihm den Titel eines Bischofs von Argyroupolis verliehen hat. Die historische Diözese von Argyroupolis hatte ihren Sitz in der Pontos-Region, im Osten der heutigen Türkei.

Archimandrit Ambrosius Koutsouridis wurde 1968 in Florina (Griechenland) als Sohn des Georgios und der Efthymia geboren und erhielt in der Taufe den Namen Ioannis. Seine Eltern, die als Pontos-Griechen aus der Gegend von Argyroupolis stammten, sollten mehrere Jahrzehnte als Migranten in Deutschland leben und arbeiten.

Nach dem Besuch der Grundschule und des Gymnasiums in Florina besuchte er die Höhere Kirchliche Schule in Athen (Abschluss 1990), und bis 1996 die Theologische Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki. An dieser Fakultät erwarb er 2008 auch den akademischen Abschluss eines Magisters der Theologie in der Fachrichtung Kirchengeschichte und Dogmatik. In den Jahren 1998-2000 folgte ein Aufbaustudium in Byzantinistik an der Universität Bonn.

Seinen kirchlichen Dienst begann er in den Jahren 1988-1990 als Katechet im Erzbistum Athen. 1991 wurde er Mönch und erhielt den Namen Ambrosius. Es folgten die Weihen zum Diakon (1991) und zum Priester (1996) sowie die Erhebung zum Archimandriten durch den damaligen Metropoliten von Florina Augoustinos Kantiotis, dessen Privatsekretär er wurde. Ab 1997 versieht er seinen Dienst in Deutschland, zunächst als Geistlicher in der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Brühl, Wesseling und Euskirchen sowie als Privatsekretär des Metropoliten Augoustinos und seit 2001 als Generalvikar der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland.  Besondere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die jährlichen Priestertagungen sowie die Publikationen der Metropolie, von denen die Zeitschrift „Orthodoxe Gegenwart – Ὀρθόδοξη Παρουσία“ (2005-2009), der Sammelband „Mikres Patrides“ über die Gemeinden der Metropolie (Bonn 2014) und der zweisprachige Band Synodos – Die offiziellen Dokumente des Heiligen und Großen Konzils der Orthodoxen Kirche (Kreta, 18.-26. Juni 2016), Bonn 2018 zu nennen sind. Daneben ist Archimandrit Ambrosius als begnadeter Prediger und Übersetzer theologischer Publikationen bekannt geworden.

Seine Allheiligkeit der Ökumenische Patriarch Bartholomaios, der Vater Ambrosius 1997 in die Delegation des Ökumenischen Patriarchats zum Ambrosius-Jubiläum 1997 in Mailand aufgenommen hatte, verlieh diesem im Rahmen seines zweiten offiziellen Deutschlandbesuches 2014 in Frankfurt am Main den Titel eines „Archimandriten des Ökumenischen Patriarchats“.

Der designierte Bischof Ambrosius wird seine Bischofsweihe aus den Händen von Metropolit Augoustinos von Deutschland als Hauptkonsekrator empfangen. Einzelheiten werden später bekannt gegeben.

Bonn, 19. Mai 2021