Kardinal Parolin fordert Stopp der Syrien-Sanktionen

Plädoyer für „neue Wege des Dialogs und neue Lösungen“ nach acht Jahren des Krieges

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Foto: © Saeima; This file has been extracted from another file: Ināra Mūrniece tiekas ar Svētā Krēsla Valsts sekretāru (26363562894).jpg (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

New York-Vatikanstadt-Damaskus, 26.09.19 (poi) Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin hat in New York die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, neue diplomatische Wege im Syrien-Krieg zu finden. Bei der UNO-Generalversammlung präsentierte der Kurienkardinal mögliche Schritte. Seit 2011 herrscht in Syrien Krieg. „Nach acht schmerzhaften Jahren des Konflikts ist es notwendig, ja dringend erforderlich, die politische Stagnation zu überwinden und den Mut zu haben, neue Wege des Dialogs und neue Lösungen zu suchen, mit einem Geist des Realismus und der Sorge um die Beteiligten“, sagte Parolin. Er legte auch dar, wie diese neuen Lösungen konkret aussehen könnten: Erstens sollten die Sanktionen gegen Syrien eingestellt werden, da laut Hilfsorganisationen besonders die Zivilbevölkerung darunter leide. Zweitens forderte Kardinal Parolin, dass die internationale Gemeinschaft die freiwillige und sichere Rückkehr von Flüchtlingen unterstützen solle und drittens solle die Sicherheit von Christen und Angehörigen anderer religiöser Gemeinschaften gewährleistet werden.

Auch die katholische Kirche werde weiterhin „Hilfe für die vom Konflikt in Syrien betroffenen Menschen leisten, sowie für die Gemeinschaften, die sie aufnehmen“. Die Hilfe gelte allen Menschen, „egal welcher religiösen oder ethnischen Zughörigkeit sie sind“, so Parolin vor der UN-Vollversammlung.