„Arbeitskreis orthodoxer Theologinnen und Theologen im deutschsprachigen Raum“ wurde in Wien gegründet

In Zeiten „innerorthodoxer Zerbrechlichkeit“ wollen die Theologinnen und Theologen ein „klares Zeichen in der Gegenrichtung“ setzen

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Foto: © Bwag/CC-BY-SA-4.0 (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 21.02.20 (poi) Der neue „Arbeitskreis orthodoxer Theologinnen und Theologen im deutschsprachigen Raum“ hat sich in Wien konstituiert. Die Gründung erfolgte am 20. Februar. 20 orthodoxe Fachleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich am 19./20. Februar  zu einem Workshop an der Universität Wien versammelt und anschließend den Arbeitskreis ins Leben gerufen. Der Arbeitskreis versteht sich als Zusammenschluss deutschsprachiger orthodoxer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in Forschung und Lehre mit der Theologie der orthodoxen Kirche beschäftigen. Er soll dem wissenschaftlichen Austausch sowie der Vernetzung im deutschsprachigen Raum dienen. Für das Jahr 2021 ist – in Deutschland – ein weiteres Arbeitstreffen in Verbindung mit einer Fachtagung geplant.

Initiatoren sind mit Prof. Ioan Moga (Wien) die Professoren Athanasios Vletsis (München) und Assaad Elias Kattan (Münster) sowie Anna Briskina-Müller (Halle) und Evgenija Danilovich (Münster/München). Sie organisierten mit Unterstützung der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät den Workshop am 19./20. Februar, an dem Theologinnen und Theologen aus unterschiedlichen akademischen Standorten im deutschsprachigen Raum teilgenommen haben. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen orthodoxen Kirchen und vertreten verschiedene theologische Fächer. Am Rande der Tagung trafen sie auch mit dem neuen Lehrstuhl-Inhaber für Ostkirchenkunde an der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. Thomas Nemeth, zusammen.

Anliegen des Workshops war es, die wissenschaftliche Vernetzung zu stärken, die theologischen Kräfte zu bündeln – und eine Struktur zu schaffen, die dies fördern könnte. Weitere orthodoxe Lehrende – die beim Workshop nicht teilnehmen konnten – sind am Projekt sehr interessiert. In Zeiten „innerorthodoxer Zerbrechlichkeit“ wollen die Theologinnen und Theologen ein „klares Zeichen in der Gegenrichtung“ setzen.