Syrien: Assad diskutierte mit der syrisch-katholischen Jugend

„Christen waren niemals Fremde“, sondern haben wesentlich die syrische Kultur aufgebaut

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Foto: © Gianfranco Gazzetti/Gruppo Archeologico Romano (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Damaskus, 05.07.19 (poi) Die Christen in Syrien waren „niemals Fremde“, sondern hätten wesentlich die syrische Kultur aufgebaut und deren Botschaft „gemeinsam mit ihren muslimischen Brüdern“ in die ganze Welt getragen. Dies betonte der syrische Präsident Bashar al-Assad am Donnerstag bei einer Begegnung mit den Teilnehmenden eines syrisch-katholischen Jugendlagers im Kloster Mar Tuma in Sednaya. Bei der Begegnung war der syrisch-katholische Patriarch Mor Ignatios Yousif III. Younan anwesend.

Bei dem Dialog mit den Jugendlichen hob Assad hervor, dass die Präsenz und der Beitrag der christlichen Gemeinschaften in Syrien „notwendige Faktoren“ für das Wachstum der syrischen Gesellschaft und die Bewahrung ihrer Pluralität seien. Die Christen in Syrien seien gemeinsam mit den Muslimen „Erbauer von Kultur und Humanität“. Mit ihrer „patriotischen Haltung“ hätten sie dazu beigetragen, die „neokolonialen Pläne“ jener Kräfte zu Fall zu bringen, die durch Unterstützung des Terrorismus eine Aufteilung des Landes erreichen wollten.

Die Identität der syrischen Nation bewerte die „harmonische Pluralität“ als Reichtum, der durch das Miteinander und die ständige Integration der verschiedenen Gruppierungen zu bewahren sei, so Assad. Syrien entziehe sich dem Gegensatzdenken von „Mehrheiten und Minderheiten“, das von westlichen Kreisen als Schlüssel zum Verständnis der Situation der christlichen Gemeinschaften im Orient propagiert werde. Die eigentliche arabische Kultur wolle die verschiedenen historischen Identitäten nicht auslöschen, während jene, für die die Christen einen „Fremdkörper“ darstellen, den Nahen Osten nach „sektiererischen Gesichtspunkten“ neu aufteilen wollen.