Achtung Neufassung: Neues syrisch-orthodoxes Diözesanzentrum in Erbil

Premierminister der kurdischen Regionalregierung betonte im Gespräch mit dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Mor Ignatius Aphrem II. kurdisches Interesse an der Präsenz der Christen

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Foto ©: Garzo (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication)

Bagdad, 26.01.19 (poi) Der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Ignatius Aphrem II. hat am Samstag die neue erzbischöfliche Residenz seiner Kirche in Erbil, der Hauptstadt der autonomen kurdischen Region des Irak, eröffnet. An der Eröffnung nahmen u.a. auch der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Raphael Sako, und der Patriarch der Apostolischen Kirche des Ostens, Mar Gewargis III. (Sliwa), teil.  Mor Ignatius Aphrem II. dankte der kurdischen Regionalregierung für die Zurverfügungstellung des Grundstücks und für die Hilfe beim Bau. Der Sprecher der kurdischen Regionalregierung, Safin Dizayee, betonte bei dem Festakt im Stadtteil Ankawa, das kurdische Volk und die kurdische Regierung hätten die aus Mosul und der Ninive-Ebene vertriebenen Christen herzlich aufgenommen und würden weiter zu ihnen stehen.

Tags zuvor war Mor Ignatius Aphrem II. mit seiner Delegation mit dem kurdischen Premierminister Nechirvan Barzani zusammengetroffen. Barzani betonte dabei, dass seine Regierung alles tun werde, um die Kultur der Christen zu schützen; er hoffe, dass es zu keiner Emigrationsbewegung der Christen kommen werde. Das kurdische Volk sei der „Kultur der Ko-Existenz“ verpflichtet. Die kurdische Regierung werde sich auch um die Förderung des aramäischen Sprachunterrichts in der Region bemühen. Mor Ignatius Aphrem II. dankte dem kurdischen Volk, der kurdischen Regionalregierung und den „Pesh Merga“ für den „Schutz und die Hilfe“, die den Christen in einer schwierigen Zeit zuteil geworden seien. Im Gespräch mit Barzani ging der Patriarch vor allem auf die Fragen der Stabilität, der Wirtschaftsentwicklung und der „Reinigung des Gedächtnisses“ (ab der Zeit des Ersten Weltkriegs) ein.